Das Internet als Archiv

Ich denke mal, es würde mir niemand widersprechen, wenn ich jetzt die These aufstelle, dass das Internet im Laufe der Zeit seiner Existenz zu einem gewaltigen Archiv herangewachsen ist. (Un-)Nützliches Wissen der Menschheit für die Ewigkeit auf rotierenden Scheiben gespeichert. Zeitungsartikel, Radio- und TV-Sendungen, Fotos… – Und von all dem ganz schön viel. Wenn in fünf oder zehn Jahren jemand einen Bericht über die Katastrophe auf und mit der Deepwater Horizon schreiben möchte, dann wird dieser arme Tropf von Informationen förmlich erschlagen: Duzende großartige Fotostrecken, hunderte Videos auf Youtube, davon einige dokumentarischer Natur andere wiederum schamlose Parodien auf das Unvermögen eines Öl-Konzerns. Eigentlich ist das doch eine wirklich tolle Idee, dieses Internet welches nichts vergisst. – Ein Archiv für die Ewigkeit (oder zumindest für „sehr lange“) dass sich quasi nebenbei selbstständig immer weiter vergrößert. Und jeder kann daran teilhaben und mitwirken.

Das hat auch der Deutsche Politiker erkannt und findet nun, dass das so nicht bleiben kann. Zumindest nicht für Inhalte des öffentlich-rechtlichen Rundfunks. Und dabei sind doch ausgerechnet ARD, ZDF und Co. so engagiert bei der Sache, ihre Online-Mediatheken weiter auszubauen und regelmäßig Inhalte ins Netz zu blasen.

Doch der zwölfte Rundfunkstaatsvertrag, der letztes Jahr in Kraft trat wird diesem Treiben ein Ende setzen. Dieser fordert nämlich in gewisser Weise eine Verweildauer für diese Inhalte im Netz. So dürfen aktuelle Inhalte nur eine Woche online sein, Bildungsinhalte bis zu fünf Jahre usw. Die durchschnittliche Verweildauer soll bei etwa einem Jahr liegen.

Ein typisch deutscher Regulierungs-Irrsin, wie ich finde, der etwas kaputtmacht, was doch eigentlich eine großartige Erfindung ist… Ein für die Löschungen verantwortlicher Redakteur fasst das Ganze so zusammen: „Ich werde von Rundfunkgebühren dafür bezahlt, mit Rundfunkgebühren erstellte Inhalte zu löschen.“

Was zum feiern?

Ich müsste eigentlich noch 4 Spam-Kommentare warten, dann könnte ich jetzt (also eigentlich nicht mehr, weil das jetzt schon der 67. Beitrag ist) Schnapszahlen feiern. Um genau zu sein sinds gerade (also jetzt ja nicht mehr) 66 Artikel, 88 Kommentare und 773 Spam-Kommentare. Gefeiert wird trotzdem nicht, das hatten wir ja gerade erst…

Trotzdem habe ich heute das Design etwas überarbeitet, wirklich viel sehen kann man davon nicht, es sind zum einen Detailverbesserungen und viel Arbeit unter der Haube.

Zum einen habe ich auf WordPress 3.0 aktualisiert, was mir einige Möglichkeiten gibt, mit denen ich mich in Zukunft befassen werde. Damit einhergehend habe ich die neu eingeführte Möglichkeit, direkt im WordPress die Hauptnavigation zu verwalten („Blog“, „Fotos“, „Impressum“ – Die links da oben halt) ins Theme integriert und konnte dann das (eigentlich wirklich gute, aber was mit Bordmitteln genau so gut geht…) dTabs-Plugin von David Burton ausser Dienst stellen.

Damit einhergehend habe ich mich von einem Plugin getrennt, dass dafür sorgt, dass oben im Header immer wieder andere Fotos angezeigt werden. Der „Random Image Selector“ von Keith Murray ist also rausgeflogen und durch eine selbstprogrammierte Variante ersetzt worden.

Als drittes Plugin ist mir „Wordpress Thread Comment“ zum Opfer gefallen, da WordPress schon seit 2.7 in der Lage ist, von Hause aus verschachtelte Kommentare darzustellen. Diese Funktion ist im offiziellen WordPress-Entwickler-Codex Katastrophal dokumentiert und es hat mich einiges an Nerven gekostet, mein Theme entsprechend umzubauen, aber dank der großartigen Dokumentation von C.Bavota hat es schlussendlich doch geklappt. :-) Hier kann man sogar einen Unterschied zum Zustand vorher sehen: Wenn man auf einen Kommentar antworten will und den „Antworten“-Knopf drückt sieht das Formular, dass dann aufploppt nicht mehr ganz so fürchterlich abstoßend aus, wie vorher. Ausserdem hab ich diese Chance genutzt und durch mehr Freiraum zwischen den Kommentaren und eine graue Schriftart für den ganzen Meta-Text die Übersichtlichkeit deutlich erhöht, wie ich finde.

Als letztes habe ich dann noch kleinere Schönheitskorrekturen vorgenommen: Der Weiße Rand ganz unten unter dem roten Balken am Ende der Seite ist jetzt endlich weg, genau wie der weiße Bereich zwischen Sidebar und dem Footer, ganz unten. Wenn der Blog-Eintrag jetzt also Kurz genug ist, dass die Sidebar unten auf den Footer treffen würde und diese beiden grauen Flächen dann optisch verschmelzen würden, dann… Naja… Tun sie es auch.

Achja, jetzt hätte ich die offensichtlichste Änderung ganz vergessen… :-D Ich habe die Breite der Website mal von ehemals 780 Pixeln auf jetzt 860 Pixel erhöht. Jetzt siehts zum einen nicht mehr ganz so sehr nach Klorolle aus und zum anderen kann ich jetzt größere YouTube-Videos und Fotos einbinden. Ausserdem: Ist euch mal aufgefallen, dass fast 80% aller Seiten im Internet ungefähr genau so breit sind?

Die Sache mit dem Wetter

Es ist ja weithin bekannt, dass sich Menschen, die sich eigentlich nichts zu sagen haben (weil sie sie sich nicht kennen, oder weil sie sich lange nicht mehr gesehen haben und trotzdem nichts zu erzählen haben, etc.) mit 95% Wahrscheinlichkeit über das Wetter unterhalten.

Aber auch in der Twitter-Sphäre (was ein grausiges Wort) gehen jedes mal alle Alarmglocken an, sobald ein Gewitter aufzieht. Oh Schreck! Regen in Deutschland! Dabei sollen in unseren Breitengraden Sommergewitter ab und zu schonmal vorkommen, hab ich gehört… Ich kann mir wirklich nicht erklären, warum sich Wetter-Tweets so großer Beliebtheit erfreuen. Wer sonst nichts zu melden hat, schreibt übers Wetter? Eigentlich schätze ich Twitter dafür, dass die Leute, denen ich folge mehr oder weniger regelmäßig sinnvolle Sachen von sich geben, meistens in Form von Links auf Websites, Blog-Einräge oder Fotos. Doch warum bei einem Gewitter alle nur noch sinnloses Zeugs von sich geben, bleibt mir verborgen.


twitter-gewitter-screenshot.png

Da schließe ich mich mit ein. Ich bin nicht gerade dafür bekannt, dass ich regelmäßig wahnsinnig tolle Sachen finde und die in die Welt hinaus twittere. Ganz im Gegenteil: Ich bin stumm wie ein Brot. Doch wie mich der obige Screenshot entlarvt, hab ich, genau wie die Damen und Herren denen ich folge, zum Gewitter auch meinen Senf abgegeben… (s. ganz oben meinen letzten Tweet, darunter fünf von sieben Tweets über das Wetter…)

Asche auf mein Haupt.

Happy Birthday!

Mein Blog hat heute seinen ersten Geburtstag. Yay!

Leider hab ich die Dekoration im Keller vergessen, dabei wollte ich hier doch schmücken…

Gefeiert wird in der Kommentarfunktion im kleinen Kreis mit den engsten Bekannten. Wenn jeder für die Fete eine kleine Schüssel Buchstabensalat für die Gäste und etwas Pixelbrei für das Geburtstagskind mitbringt, würdet ihr mir einiges an Arbeit abnehmen.

Ich hol schonmal die Schaufel…

Nein, weder euer RSS-Reader, noch eure Augen sind kaputt; die Wochen fünfzehn und sechzehn sind einfach ausgefallen. Naja, ganz so einfach hab ich es mir damit dann doch nicht gemacht. Ich habe hin- und herüberlegt, ob ich das Projekt einstampfen soll oder besser doch nicht.

Auf der einen Seite finde ich es schon ziemlich cool, jede Woche etwas machen zu müssen, auf der anderen Seite ist es genau das Problem. Etwas machen müssen. Oft hab ich dann doch keine Zeit und mir fällt deswegen nur Murks ein, was man an den Bildern dann auch sieht. Und hinrotzen will ich dann doch nichts, nene, so soll das nicht sein. Trotzdem finde ich es ziemlich cool, einfach mal spontan hier, in meiner Bude irgendwas zu inszenieren. Da bin ich vorher nie so wirklich drauf gekommen. Das werd ich beibehalten und da ab und zu mal was bringen, was hier Zuhause entstanden ist. – Nur halt in lockerer Folge, nicht jede Woche.

Ich habe versucht, auf jedem Foto irgendwie zu verpacken, was mich diese Woche beschäftigt hat oder wie ich mich gefühlt habe, vielleicht ist das ja dem Einen oder Anderen aufgefallen? Eventuell werde ich demnächst ja ab und zu mal das ein oder andere Foto mit direktem persönlichem Bezug einstreuen.

Ausserdem hat der Druck, mir jede Woche irgendwas cooles einfallen zu lassen dafür gesorgt, dass ich hier sonst nichts mehr auf die Kette gekriegt habe. Wirklich viel anderes ist ja nicht bei rum gekommen, dieses Jahr. – Von meinem Druckerdebakel mal abgesehen.

Aus eben diesen Gründen, werd ich die ganze Geschichte jetzt hier begraben. Ende. Aus. Basta. Fin. – Platz und Zeit für Neues.

Week Fourteen

Week Fourteen

Week Thirteen

Die 13. Woche; die finale Phase, Freitag musste die Mappe fertig werden um noch rechtzeitig in der Uni abgegeben werden zu können.

Week Thirteen

Was soll ich sagen? Ich habs rechtzeitig geschafft, ich bin sogar früh genug fertig geworden um die Mappe schon am Donnerstag abzugeben. :-) Es macht sich ein Gefühl der Entspanntheit und Leichtigkeit breit… Jetzt heißt es warten, warten, warten… Und dann weiß ich, ob sie mich haben wollen oder nicht…